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Apothekenangestellte in Europa

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ADEXA auf dem VmF-Kongress: Kooperation der Gesundheitsberufe – die Chance

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Medizin und Pharmazie – zwei Welten begegnen sich auf dem 24. Bundeskongress des Verbands medizinischer Fachberufe e.V. (VmF).

 

Unter dem Motto „Kooperation der Gesundheitsberufe – die Chance“ liegt das Augenmerk ganz auf den Berührungspunkten der Medizin und Zahnmedizin mit anderen Gesundheitsberufen.

 

Seit Jahren pflegt ADEXA – Die Apothekengewerkschaft gute Kontakte zum Verband medizinischer Fachberufe, denn Apothekenangestellte und Beschäftigte in Arztpraxen haben oft ähnliche Sorgen und Nöte: Sie sind von den gesundheitspolitischen Reformgesetzen in ähnlicher Weise betroffen. Der VmF unterstützt dabei als Berufsverband und Gewerkschaft Angestellte in Arzt-, Zahnarzt- und Tierarztpraxen.

 

Im Rahmen des Kongresses wird Nadine Freialdenhoven, ADEXA-Landesvorsitzende Bayern, die Schnittstelle zwischen Arztpraxis und Apotheke genauer beleuchten: Beispielsweise überschneiden sich die Kompetenzen der Berufsgruppen in manchen Bereichen. Apotheken unterstützen Patienten bei Fragen rund um das Arzneimittel und fördern so die Arzneimittelsicherheit. Immer häufiger werden aber auch medizinische Dienstleistungen wie Präventionsmaßnahmen oder Routineüberprüfungen von Blutdruck bzw. Blutwerten angeboten. Diagnosen hingegen gehören in die Hand der Ärzte. Nicht selten lautet deshalb nach dem Apothekenbesuch die Empfehlung, eine Praxis aufzusuchen.

 

Auch zur Förderung der Compliance müssen alle Akteure an einem Strang ziehen. Die wohnortnahe Apotheke als erste Anlaufstelle beantwortet Fragen zum Arzneimittel und erkennt Nebenwirkungen, um diese Informationen gegebenenfalls den Patienten mit auf den Weg in die Sprechstunde zu geben. Nur ein enger Kontakt zwischen Pharmazie und Medizin kann die Arzneimitteltherapie sicherstellen.

 

Das Dilemma, zwischen Heilberuf und Ökonomie zu stehen, vereint die beiden Branchen ebenfalls: Bieten viele ärztliche Praxen mittlerweile kostenpflichtige individuelle Gesundheitsleistungen – kurz IGeL – an, so sind aus Apotheken Zusatzverkäufe als sinnvolle Ergänzung zur bestehenden Arzneimitteltherapie nicht mehr wegzugehen.

 

Um auch in Zukunft die optimale Versorgung von Patienten sicherzustellen, ist der Schulterschluss zwischen Arztpraxis und Apotheke zwingend notwendig, so das Fazit. Moderne Konzepte wie die pharmazeutische Versorgung (Pharmaceutical Care) erfordern eine entsprechend intensive Zusammenarbeit und Kommunikation der Akteure, um zu funktionieren.

 

Michael van den Heuvel

 

 

Weitere Informationen

 

Der 24. Bundeskongress des Verbands medizinischer Fachberufe findet vom 18. bis zum 20. September 2009 in Hannover statt. Weitere Informationen und Online-Anmeldung: www.vmf-online.de

Veröffentlicht am 31.07.2009 von Dr. Sigrid Joachimsthaler

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