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16. Mai 2011

EAPT-Treffen in Cardiff: Strategien zur Arbeitsplatzsicherung

v.l. Jutta Brielich, Ingrid Heberle, ADEXA

v.l. Jutta Brielich, Ingrid Heberle, ADEXA

EAPT-Vorstand

EAPT-Vorstand

In Cardiff / Wales fand das diesjährige Treffen der europäischen PTA-Organisationen statt. Im Mittelpunkt standen auch dieses Mal die Arbeitsbedingungen und Gehaltsstrukturen der Mitarbeiter in Europas Apotheken. Dabei wurde wieder einmal klar, dass die europäische Einheit in diesem Bereich noch in weiter Ferne ist. Ein Bericht von Ingrid Heberle, die zusammen mit Jutta Brielich für ADEXA in Cardiff war.

Zum Treffen der European Association of Pharmacy Technicians (EAPT) am 8. und 9. April 2011 waren VertreterInnen von (PTA-)Gewerkschaften in Dänemark,  Deutschland (ADEXA), Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Kroatien, Norwegen, Portugal, Serbien, Slovenien, Schweden, der Tschechischen Republik und Ungarn gekommen.

Sowohl die Ausbildung, als auch die Bezahlung und die Tätigkeiten der PTA sind immer noch sehr unterschiedlich. Das hängt nicht nur damit zusammen, dass die Apotheken in den einzelnen Ländern sehr unterschiedliche Strukturen haben, sondern auch der Organisationsgrad in den Gewerkschaften ist sehr verschieden. So haben die PTA in den skandinavischen Ländern einen größeren Einfluss, da die dortigen Gewerkschaften viele Mitglieder haben. In anderen Ländern haben die PTA-Organisationen noch viel unausgeschöpftes Potential.

In den meisten Ländern arbeiten PTA unter Aufsicht des Apothekers, teilweise aber mit vielen Freiheiten, was zum Beispiel die Abgabe von Arzneimitteln auf Rezept betrifft oder das selbständige Leiten kleiner Filialapotheken. Die unterschiedlichen Kompetenzen der PTA  sind oft an Zusatzqualifikationen gebunden oder erfordern eine bestimmte Anzahl Berufsjahre. Leider geraten auch PTA zum Teil unter Druck, die Arbeitsbedingungen verschlechtern sich und die Kompetenzen werden eingeschränkt. Ungelernte Kräfte übernehmen die Arbeit so mancher PTA in Europa;  so macht der Kostendruck in den Apotheken auch vor dieser Berufsgruppe nicht halt. Der Gefahr, dass qualifizierte PTA durch weniger qualifizierte Mitarbeiter ersetzt werden, muss entschieden entgegengewirkt werden. Strategien dagegen zu entwickeln, ist immer wieder ein zentrales Thema auf unseren Treffen.

Mehr Einflussnahme und damit Vorbildcharakter für uns haben die Gewerkschaften der Länder wie Ungarn oder Dänemark, in denen eine Mitgliedschaft in der Gewerkschaft obligatorisch ist. Damit vertreten sie annähernd 100 Prozent der in den Ländern tätigen PTA. Ein erstrebenswertes Modell auch für Deutschland – und für uns ein Ansporn, unsere Kolleginnen von einer Mitgliedschaft in ADEXA zu überzeugen.

Die europäische PTA-Vereinigung (EAPT) soll nun auf „offizielle Füße“ gestellt werden und ein Sprachrohr für die PTA in Europa werden. Die Mitgliedsnationen des EAPT haben in Cardiff einen Vorstand gewählt, der die Geschäfte wahrnimmt und zwischen den Treffen die Fäden zusammenhält. Die Vorstandsmitglieder kommen aus Portugal (Vorsitzender), Frankreich, Dänemark, Slowenien und England. Wir wünschen den Kolleginnen und Kollegen viel Erfolg.

Die Fachgruppe PTA bei ADEXA wird die Interessen der PTA in Deutschland auch weiterhin auf europäischer Ebene vertreten und die Arbeit des EAPT-Vorstandes unterstützen.

Ingrid Heberle
Leiterin der Fachgruppe PTA bei ADEXA

 

Pressekontakt

Dr. Sigrid Joachimsthaler

Dr. Sigrid Joachimsthaler
Leiterin des Referats Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel./Fax: 0 40 - 28 05 37 28
presse(at)adexa-online.de

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Bild: so47/fotolia.com

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