

Pharmazeutisch-technische AssistentInnen üben einen verantwortungsvollen Beruf im Gesundheitswesen aus: In öffentlichen Apotheken sind sie die Schnittstelle zwischen Ärzten und Patienten, sie beraten in Arzneimittelfragen, stellen selbst Rezepturen her oder überwachen die Qualität von Substanzen. Gerade in der Selbstmedikation sind sie Lotsen im Dschungel der Präparatevielfalt.
Essentiell für diesen Beruf ist neben Interesse an den Naturwissenschaften ein aufgeschlossenes, kommunikatives Wesen – speziell für den richtigen Umgang mit den Kunden bzw. Patienten im Handverkauf.
Voraussetzung für den Besuch einer PTA-Schule ist der Realschulabschluss, wobei gute Noten in den Naturwissenschaften bzw. in Mathematik von Nutzen sind. Auch manuelles Geschick sollte man mitbringen – speziell für die praktischen Inhalte.
Die PTA-Ausbildung dauert insgesamt 2 ½ Jahre. Details regelt die Ausbildungs- und Prüfungsordnung für PTA vom 23. September 1997. Sie bildet die Grundlage der Lehrpläne auf Landesebene. Eine Übersicht der PTA-Fachschulen ist zu finden unter www.pta-online.de -> Schulen.
Im Zuge der Angleichung der Ausbildung auf ein europäisches Niveau wird eine Verlängerung der PTA-Ausbildung von jetzt 2 ½ auf 3 Jahre angestrebt. Eine Arbeitsgruppe von ADEXA und dem BVpta erarbeitet zurzeit einen „Fahrplan“, um dieses Ziel in absehbarer Zeit zu erreichen. Dabei werden auch neue, an die veränderten Anforderungen der Praxis angepasste Inhalte diskutiert. Eine 3-jährige Ausbildung ist notwendig, um als PTA auch im europäischen Ausland tätig sein zu können.
Als PTA hat man sowohl in öffentlichen Apotheken als auch in anderen Berufsfeldern gute Chancen auf eine Anstellung.
Mehr als 90 Prozent aller PTA sind Frauen. Zahlreiche Möglichkeiten der Teilzeitarbeit sind in der Branche vorhanden.
Das Gehalt der PTA wird durch den Tarifvertrag festgelegt, den ADEXA – Die Apothekengewerkschaft (für die Arbeitnehmer) und der Arbeitgeberverband Deutscher Apotheken (ADA) bzw. die Tarifgemeinschaft der Apothekenleiter (TGL) Nordrhein aushandeln. Voraussetzung für die Zahlung des Tarifgehalts ist, dass sowohl die Angestellten Mitglied bei ADEXA sind, als auch die Chefin/der Chef in der Arbeitgebervertretung organisiert ist. Letzteres ist bei über 90 Prozent der Apothekenleiter/innen der Fall!
Das Gehalt richtet sich zudem nach den Berufsjahren und nach der wöchentlichen Stundenzahl. Gerade PTA haben gute Möglichkeiten, auch in Teilzeit zu arbeiten – entsprechende Angebote sind vorhanden.
Den aktuellen Stand des Tarifgehalts nach Berufsjahren können Sie hier einsehen: mehr...
Der größte Teil der PTA arbeitet in einer öffentlichen Apotheke. Neben der Beratung der Patienten und Kunden zählen die Prüfung von Arzneimitteln und die Herstellung von Rezepturen im Apothekenlabor zu den wichtigsten Tätigkeiten. Nach dem Wortlaut des Gesetzes arbeiten PTA unter Aufsicht von Apothekern.
Institutionen wie Kliniken, große Firmen mit betriebsärztlichem Dienst oder die Bundeswehr haben in der Regel eigene Apotheken, die für die Arzneimittelversorgung zuständig sind. Speziell in Kliniken liegt der größte Unterschied im fehlenden Kontakt zu Patienten. Stattdessen nimmt die Zubereitung von Arzneimittel einen großen Raum ein, teilweise auch in Spezialgebieten wie der Zubereitung von Zytostatika. Auch die Versorgung der Stationen mit Arzneimitteln, Verbandstoffen, Krankenpflegeartikeln und Diagnostika fällt in den Tätigkeitsbereich der PTA.
Auch die Labors von Arzneimittelunternehmen, Universitäten oder Forschungszentren sind ein Betätigungsfeld für PTA. Dafür sind ausgeprägte praktische Kenntnisse und Routine im Labor, speziell in der Analytik, wichtige Voraussetzungen.
PTA werden auch als Pharmaberater/-in im Außendienst angestellt. Weitere Betätigungsfelder sind PTA-Schulen (Lehrassistent/-in), der pharmazeutische Großhandel, Krankenkassen, die öffentliche Gesundheitsverwaltung oder Apothekerkammern und Apothekerverbände. Auch in pharmazeutischen Redaktionen arbeiten PTA nach entsprechender Zusatzqualifikation als Fachjournalisten.
Die Pharmazie ist durch die zahlreichen Forschungsaktivitäten der Hochschulen und der Industrie ständig in Weiterentwicklung. Für PTA bedeutet dies, sich ein Berufsleben lang durch (zertifizierte) Fortbildung, Fachliteratur etc. weiterzuentwickeln.
Hervorzuheben sind außerdem die Ausbildungsmodule zur Fachkraft für Offizin-Pharmazie, Krankenhaus-Pharmazie, Industrie, Dermo-Pharmazie oder Ernährung.
Für das Studium der Pharmazie an deutschen Hochschulen ist das Abitur als Zugangsvoraussetzung nötig. In einigen Bundesländern gelten Ausnahmen, so dass PTA zum Pharmaziestudium auch ohne Abitur zugelassen werden, ggf. nach einer Prüfung an der Hochschule (siehe www.wege-ins-studium.de -> „Studium ohne Abitur“).
Aufgrund des hohen Ansturms auf Studienplätze wird die Vergabe bundesweit von der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) in Dortmund geregelt.
PTA, die Pharmazie studieren, haben gerade in den ersten Semestern aufgrund des Vorwissens einen großen Startvorteil. Leistungen aus der PTA-Ausbildung werden – mit Ausnahme eines Praktikums – jedoch nicht angerechnet.
Durch einen Beschluss des Bundesrates wurden im Oktober 1999 die Approbationsordnungen für Medizin und Pharmazie geändert. Danach ist es jetzt auch möglich, ohne Abitur ein Studium der Pharmazie oder Medizin aufzunehmen. Soweit die Theorie. Da für die Universitäten die Bundesländer zuständig sind, waren die Kultusministerien der Länder gefordert, diesen Beschluss umzusetzen. Eine Umfrage der Fachgruppe PTA bei den Kultusministerien der Länder zeigte die unterschiedlichsten Vorgehensweisen und Umsetzungen.
Die Zeitschrift PTAheute vom Deutschen Apotheker Verlag empfiehlt sich für alle PTA als Lektüre, um sich über fachliches Hintergrundwissen, Fortbildung und neue Arzneimittel bzw. Therapien zu informieren, ADEXA-Mitglieder erhalten Sonderkonditionen beim Bezug des Abos.
Mitglieder von ADEXA erhalten regelmäßig das Spektrum. Die Zeitschrift berichtet speziell über die Berufspolitik für Apothekenangestellte.
Einmal jährlich treffen sich europäische PTA-Gewerkschaften und Berufsverbände, die sich im EAPT (European Association of Pharmacy Technicians) zusammengeschlossen haben, zu einem fachlichen und berufspolitischen Austausch. Für ADEXA unterhält Jutta Brielich seit vielen Jahren diesen Kontakt. [mehr]
Diese Berufsgruppe wurde in der ehemaligen DDR ausgebildet; Apothekenassistenten dürfen pharmazeutische Tätigkeiten unter Aufsicht eines Apothekers ausführen.
Für die aktive Mitarbeit in der Fachgruppe PTA ist keine Kandidatur/Bewerbung oder Wahl nötig! Interessierte Mitglieder können auch an den Treffen der Fachgruppe teilnehmen.
Für weitere Auskünfte zur Fachgruppe PTA bei ADEXA steht Ihnen Ingrid Heberle, Leiterin der Fachgruppe PTA, gerne zur Verfügung, E-Mail: fachgruppe-pta@adexa-online.de

Leiterin der Fachgruppe
Ingrid Heberle
Johann-Georg-Straße 12
10709 Berlin
E-Mail: fachgruppe-pta(at)adexa-online.de

Stellvertretende Leiterin
Michaela Jäger
Altenkircher Straße 30
66916 Breitenbach
Tel.: 0 63 85 / 50 40
E-Mail: m.jaeger(at)adexa-online.de

PTA in Europa
Ansprechpartnerin
Jutta Brielich
Scharnhorststraße 13
38104 Braunschweig
Tel./Fax 05 31/79 62 22
E-Mail: j.brielich(at)adexa-online.de
Den von ADEXA und dem BVpta erarbeiteten Leitfaden für die PTA-Famulatur können Sie hier abrufen.
DEXI, die junge Goldfischdame, wagt ihre ersten Schritte in die Arbeitswelt der PTA - mit ADEXA-Rechtstipps vom ersten Vorstellungsgespäch über den schriftlichen Arbeitsvertrag bis zum Arbeitszeugnis.
[hier geht's zum PDF-Download]