
Nach einem vorläufigen, aber vom Bundesgesundheitsministerium nicht freigegebenen Entwurf der neuen Apothekenbetriebsordnung (siehe z. B. DAZ 25 vom 24.6.2010) sollen PTA künftig alle Rezepte vor der Abgabe einer oder einem Approbierten vorlegen. Diese angedachte Änderung von § 17 ApBetrO würde die tägliche Praxis im Handverkauf massiv beeinträchtigen – und läuft dem Bestreben der PTA nach mehr Verantwortung entgegen.
ADEXA hat bereits Ende 2006 dem Ministerium mehrere Stellungnahmen für die Novellierung vorgelegt. Vorstand und PTA-Fachgruppe der Apothekengewerkschaft werden den vom BMG autorisierten Entwurf, sobald er vorliegt, sorgfältig auf alle Änderungen prüfen, die die PTA, aber auch alle anderen Berufsgruppen in der Apotheke betreffen – und entsprechend reagieren. Dazu Ingrid Heberle, Leiterin der Fachgruppe: „Das Ministerium hat ADEXA wie auch die anderen Verbände in den Novellierungsprozess einbezogen und wird dies auch beizeiten wieder tun, wenn die intern abgestimmte Fassung freigeben ist. Wir machen uns dafür stark, dass der PTA-Beruf attraktiver wird und die Patienten keine Einbußen beim Apothekenservice erleiden. Unser Augenmerk als Gewerkschaft für das ganze Apothekenteam gilt aber nicht allein einer Berufsgruppe, sondern dem optimalen Zusammenwirken aller Beteiligten für Arzneimittelsicherheit, Beratungsqualität und gute Arbeitsbedingungen.“
Die Fachgruppe PTA bei ADEXA