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Aktuelles

18. November 2011

Leipziger Fortbildungstag 2011: Keine Angst vor schwierigen Kunden

Stenzel Washington - Fotolia

In Leipzig trafen sich wieder viele fortbildungsinteressierte Apothekenangestellte.

Anna Laven

Susanne Kazemieh

Minou Hansen, Martina Simon (v.l.)

Mit 75 TeilnehmerInnen war der Leipziger Fortbildungstag am 5. November wieder ein voller Erfolg für ADEXA: Am Vormittag begeisterte Kommunikationsprofi Anna Laven mit ihren strategischen Empfehlungen für den Umgang mit schwierigen Apothekenkunden. Der Nachmittag stand unter dem Zeichen der Altersvorsorge und des Arbeitsrechtes – letzteres in Kombination mit erfolgreichen Techniken zur Gesprächsführung.

Wie kann ich die typischen „Besserwisser“ unter meinen Kunden gut beraten, so dass sie sich einerseits wertgeschätzt fühlen, aber auch meine (andere) Meinung als Arzneimittel-Experten akzeptieren? Wie informiere ich einfühlsam Patienten, die durch häufig wechselnde Medikation aufgrund der Rabattverträge frustriert sind? Nach dem einführenden Vortrag von Anna Laven gingen die Teilnehmer in sieben Arbeitsgruppen diesen und ähnlichen Fragen zu schwierigen Kundentypen nach.

Finanzexpertin Susanne Kazemieh von der Hamburger FrauenFinanzGruppe, die anschließend über die gesetzlichen und tariflichen Ansprüche auf betriebliche Altersvorsorge informierte, wurde nach ihrem Vortrag noch von zahlreichen ZuhörerInnen mit persönlichen Fragen bestürmt.

Nach der Kaffeepause führten ADEXA-Rechtsanwältin Minou Hansen und die Hamburger Kommunikationstrainerin Martina Simon anschaulich vor, wie man seine Ansprüche und berechtigten Forderungen an die Apothekenleitung erfolgreich durchsetzt. Die Mischung von gängigen arbeitsrechtlichen Problemen wie Bewerbung oder Gehaltsverhandlung – kombiniert mit Empfehlungen zur Umsetzung im Gespräch mit Chef oder Chefin – kam bei den TeilnehmerInnen sehr gut an.

„Es gab diesmal viele neue Gesichter unter den Teilnehmern – gerade auch jüngere Kolleginnen – und neben PharmazieingenieurInnen auch einige PTA“, freute sich Ute Landmann (ADEXA Messen und Veranstaltungen), die gemeinsam mit Birgit Engelmann von der ADEXA-Fachgrupe PI zum Fortbildungstag an die Ruth-Pfau-Schule eingeladen hatte.

In den Pausen gab es am Büchertisch viel Interesse gerade für praxisbezogene Materialien wie die mindCards aus dem Deutschen Apotheker Verlag. Am Infostand beantworteten Ina Zenker sowie Ihre Nachfolgerin Bianca Grützmacher vom ADEXA-Referat Schulen und Unis, die selbst ihre PTA-Ausbildung im ehemaligen Beruflichen Schulzentrum absolviert hat, Fragen der Teilnehmer und verteilten Infomaterial über ADEXA an interessierte Nichtmitglieder - quasi im Zwei-Generationen-Team.

Ein besonderer Dank gilt dem jetzigen stellvertretenden Schulleiter Friedhelm Schlüter. Als Ehrengast war auch wie in den Jahren zuvor wieder der ehemalige Direktor der PI-Schule, Gerhardt Taube, Gast der Veranstaltung.

Dr. Sigrid Joachimsthaler

 

Weitere Informationen

ADEXA-Mitglieder finden das Skript „Arbeitsrecht und Kommunikation in der Apotheke: Berechtigte Forderungen kommunizieren“ von Minou Hansen und Martina Simon im passwortgeschützten Login-Bereich > „Aus der Rechtsberatung“ > Übersicht: Skript "Arbeitsrecht und Kommunikation". Passwort vergessen? Bitte wenden Sie sich unter Angabe Ihrer Mitgliedsnummer an die Hauptgeschäftsstelle (info(at)adexa-online.de)

Wer ist Ruth Pfau?

Die ehemalige PI-Schule in der Schönauer Straße, die nach der Wende den Namen „Berufliches Schulzentrum 9“ trug, ist Ende 2010 in Ruth-Pfau-Schule umbenannt worden. Die katholische Ordensschwester und Lepraärztin Ruth Pfau wurde 1929 in Leipzig geboren. Sie studierte Medizin in Mainz und Marburg. 1953 konvertierte sie zum katholischen Glauben und trat in die Kongregation der Gesellschaft der Töchter vom Herzen Mariä ein. 1960 wurde sie von ihrem Orden nach Indien geschickt, um dort als Frauenärztin zu arbeiten. Visaprobleme zwangen Ruth Pfau jedoch zu einem Zwischenstopp in der pakistanischen Stadt Karachi, wo sie in den Elendsvierteln mit dem Leid der Leprakranken konfrontiert wurde. Sie beschloss daraufhin, in Pakistan zu bleiben und gründete dort das Marie Adelaide Leprosy Centre. Für ihre Arbeit hat Ruth Pfau zahlreiche deutsche und internationale Auszeichnungen erhalten.

Mehr Infos gibt es u. a. unter www.ruth-pfau-stiftung.de und http://de.wikipedia.org/wiki/Ruth_Pfau. Infos zur Schule unter www.ruth-pfau-schule.de.

 

 

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