Herbstsitzung in Hamburg: ADEXA-Beirat diskutierte berufs- und tarifpolitische Themen

Am 8. und 9. November trafen sich die ehrenamtlichen Beiratsmitglieder aus den ADEXA-Regionen, um in der Hauptgeschäftsstelle in Hamburg-Winterhude Weichenstellungen für das Jahr 2026 zu treffen. Natürlich ging es dabei auch um die Pläne des Bundesgesundheitsministeriums für den Apothekenbereich (ApoVWG).
Am Samstag stand zunächst der Haushaltsvoranschlag der Gewerkschaft auf der Tagesordnung. Bundesvorstand Tanja Kratt plant hier unter anderem mit erhöhten Kapazitäten im Bereich der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Insbesondere sollen die erfolgreichen Social-Media-Kanäle noch weiter ausgebaut werden – das bestätigten auch die Diskussionen am folgenden Tag rund um die Mitgliedergewinnung und die Ansprache des Berufsnachwuchses.
Was bewegt die Regionen und die Berufsgruppen?
Außerdem kamen die Vertreterinnen der Regionen Nord, West, Mitte & Ost sowie Süd zu Wort. Darüber hinaus konnten auch die Leitungen der vier Berufsgruppen bei ADEXA (Apotheker:innen, PI, PTA und PKA) im Rahmen der Herbstsitzung ihre Aktivitäten im Jahr 2025 und Ziele für das kommende Jahr vorstellen.
Julia Müller, seit März Leiterin der Berufsgruppe Apotheker:innen, berichtete über das gut besuchte Treffen am vorhergehenden Wochenende, bei dem der Referentenentwurf aus dem BMG aus der Perspektive von angestellten Approbierten und Filialleitungen kritisch beleuchtet wurde. Ebenso wie die Positionen der anderen Berufsgruppen, hier vor allem auch die der PTA, sind diese Aspekte in die schriftliche Stellungnahme von ADEXA eingeflossen (siehe Kasten).
Auf Augenhöhe
Am Sonntag gab Bundesvorstand Andreas May einen Überblick über seine berufspolitische Arbeit. Nach den Neuwahlen wurden die bestehenden Kontakte in die Gesundheitspolitik auf Bundes- und Landesebene nachgesteuert und weiter intensiviert. Und spätestens seit dem Apothekertag war der Zeitplan für das ApoVWG eine bestimmende Leitlinie.
Unabhängig davon gilt es auch, die pharmazeutischen Berufe im Austausch mit anderen Interessenvertretungen wie der BAK weiterzuentwickeln und zu stärken.
Mindestlohn macht Nachverhandlungen nötig
Für die Tarifkommission steht aktuell die für Januar 2026 bevorstehende Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf der Agenda, erläuterte Tanja Kratt. Während für den Bereich des ADA die Tariferhöhung um 3,0 Prozent zum 1. Januar 2026 die Tarifgehälter für alle PKA-Eingruppierungen über das Mindestlohnniveau anhebt, muss für Nordrhein und Sachsen nachgebessert werden. Das betreffe dann jedoch nicht nur die PKA zum Berufseinstieg, sondern das ganze Gehaltsgefüge, betonte die Leiterin der Tarifkommission.
sjo
