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07. Februar 2014

Arbeitsmarkt-Untersuchung aus den USA: Starke Gewerkschaften verhindern Erwerbsarmut

Wenn der gewerkschaftliche Organisationsgrad abnimmt, wächst das Armutsrisiko der Arbeitnehmer. Das heißt, es gibt dann mehr der sogenannten „working poor“. Das zeigt eine Analyse von US-amerikanischen und Berliner Wissenschaftlern.

Gewerkschaften sorgen durch Tarifabschlüsse für höhere Gehälter. Außerdem trügen sie „zur Verbreitung von Gerechtigkeitsnormen bei“, so die Autoren der Studie. Ihre Berechnungen haben gezeigt: „Je mehr Arbeitnehmer gewerkschaftlich organisiert sind, desto geringer ist ihr Armutsrisiko“. Das gilt sowohl für die Einzelhaushalte als auch für die von US-Bundesstaaten. Der Effekt zeigte sich auch, wenn man andere Rahmenbedingungen wie die Arbeitslosenquote, das Wirtschaftswachstum oder personenbezogene Kriterien wie Alter, Beruf oder Bildung herausrechnet.

Der Einfluss der Gewerkschaften auf die Erwerbsarmut in den USA sei größer als derjenige wirtschaftlicher oder sozialpolitischer Eckdaten.

Quelle: Böckler Impuls 2/2014

 

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