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12. Mai 2014

Ausbildungsplätze dramatisch gesunken - Gute tarifliche Standards als Orientierung nötig

Auf dem DAV-Wirtschaftsforum in Berlin wurden die neuen ABDA-Zahlen zur wirtschaftlichen Situation der Apotheken vorgestellt. Die PKA-Ausbildung wird offensichtlich immer mehr zurückgefahren, während Pharmaziestudierende in andere Arbeitsbereiche drängen und der PTA-Nachwuchs durch hohes Schulgeld und vergleichsweise niedrige Gehälter verschreckt wird.

Eine Grafik im ausführlichen Wirtschaftsbericht in DAZ 19 macht eine zentrale und erschreckende Tendenz deutlich: Während die Zahl der Ausbildungsplätze von 2000 bis 2002 jeweils über 12.000 lag – mit einem Maximum im Jahr 2001von 12.772 Plätzen, ist sie danach auf zuletzt 7.729 gesunken – ein Minus von über 5.000 Nachwuchskräften in 12 Jahren. Fast 40 Prozent!

Besonders dramatisch sieht der Rückgang bei den PKA aus. Aber selbst bei den PhiP ist ein Rückgang gegenüber dem Beginn des neuen Jahrhunderts zu verzeichnen. Das lässt sich nicht allein auf die jahrelange Belastung durch die Gesundheitspolitik schieben. Dazu ADEXAs Erste Vorsitzende: „Wenn ein Berufs­stand schon in Zeiten, in denen es noch relativ viele Schülerinnen und Schüler gibt, wenig Nachwuchs an­zieht, wie soll er bei der künftig stark wachsenden Konkurrenz der Bran­chen um Personal mithalten? Es reicht auch nicht, wenn auf eine etwaige übertarifliche Bezahlung verwiesen wird. Nur attraktive tarifliche Standards können eine verbindliche Orientierung bei der Berufswahl sein.“

Dr. Sigrid Joachimsthaler

 

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