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30. März 2012

Ausländische Abschlüsse werden schneller überprüft: Neues Gesetz gibt Rechtsanspruch

Am 1. April 2012 ist das neue Gesetz zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufs- qualifikationen (BQFG) in Kraft getreten. Ausländische Fachkräfte haben jetzt einen Rechtsanspruch, dass ihr Abschluss auf Gleich- wertigkeit mit deutschen Abschlüssen überprüft wird. Andernfalls kann der Antragsteller an entsprechenden Qualifizie- rungsmaßnahmen teilnehmen.

Künftig können ausländische Abschlüsse für bundesrechtlich geregelte „reglementierte Berufe" wie Apotheker/in, PTA, Arzt/Ärztin, Krankenpfleger/in, Rechtsanwalt/-anwältin sowie Handwerksmeister/innen in rund 40 Gewerben überprüft werden, ebenso wie „nicht-reglementierte“ duale Ausbildungsberufe. Das Gesetz gilt allerdings nicht für Ingenieure, Lehrkräfte und Erzieher/innen, da diese Qualifikationen von den Bundesländern geregelt werden und diese erst noch ergänzende Landesgesetze erarbeiten müssen. Für den PKA-Beruf ist eine Gleichwertigkeitsprüfung möglich, aber nicht zur Berufsausübung zwingend.

Einen Antrag kann jeder stellen, der in Deutschland arbeiten will, unabhängig von Nationalität und Wohnsitz, also auch Deutsche, die im Ausland einen Abschluss erworben haben. Ab Dezember 2012 soll das Verfahren in der Regel nicht länger als drei Monate dauern.

Bescheinigt wird, welche Qualifikationen nachgewiesen sind und für welche Fähigkeiten bei der Berufsausübung in Deutschland ggf. Lücken bestehen; bei reglementierten Berufen wird auch angegeben, durch welche Qualifizierungsmaßnahmen man dieses Manko beheben kann.
Mehr Infos im neuen Online-Portal des Bundesbildungsministeriums: www.anerkennung-in-deutschland.de.

Dr. Sigrid Joachimsthaler

 

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