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19. Januar 2014

Betriebsratsarbeit: „Nach dem Gesetz ganz selbstverständlich“

Für größere Unternehmen ist die Betriebsratsarbeit in den meisten Fällen eine Selbstverständlichkeit. Kleinbetriebe und deren Inhaber haben dagegen vielfach Berührungsängste: „Da will mir jemand über die Schultern schauen und mitreden, ja sogar mitbestimmen. Ohne mich!“

Dabei ist der deutsche Gesetzgeber ganz klar mit seiner Vorgabe: „In Betrieben mit in der Regel mindestens fünf ständigen wahlberechtigten Arbeitnehmern, von denen drei wählbar sind, werden Betriebsräte gewählt. Dies gilt auch für gemeinsame Betriebe mehrerer Unternehmen.“ (§ 1 BetrVG).

Also kein „kann“ oder „darf“, sondern ein grundsätzlicher Anspruch auf betriebliche Arbeitnehmerinteressenvertretung, um die rechtliche Balance zwischen Unternehmen und Belegschaft zu verbessern. Für größere Apotheken sollte also ein Betriebsrat eine Normalität sein, die das Miteinander von Leitung und Team durch klare Strukturen und Absprachen fördert.

Das Betriebsverfassungsgesetz stammt übrigens von 1952, wurde 1972 grundlegend novelliert und ist seitdem immer wieder überarbeitet worden. So wurde 2001 das vereinfachte Wahlprocedere für Kleinbetriebe eingeführt.

Tanja Kratt

ADEXA, Zweite Vorsitzende

 

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