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23. April 2012

„Das motiviert und stärkt im Berufsalltag“ - ADEXA-Erlebnis- und Gewerkschaftstag

Rund 80 Angestellte aus allen Apothekenberufen konnten sich am 21. April in Hamburg von den breitgefächerten Angeboten der Apothekengewerkschaft überzeugen – und gleichzeitig Punkte für ihr freiwilliges Fortbildungszertifikat sammeln. „Diese Veranstaltung sollte jedes Jahr hier stattfinden“, so das Feedback einer Teilnehmerin. Gelobt wurden insbesondere der gute Themenmix und die hohe Aktualität der berufspolitischen Beiträge.

Social Media nutzen - aber sicher

Wie man soziale Netzwerke wie Xing und LinkedIn beruflich nutzen kann und welche Bedeutung sie im Apothekenbereich haben, machte Michael van den Heuvel im ersten Vortrag deutlich. Aber gleichzeitig ist Vorsicht in den rasch wachsenden Communities geboten, denn die Betreiber von Facebook und Co. machen immer wieder durch Datenpannen Schlagzeilen – und was einmal im Netz stand, lässt sich kaum noch restlos und dauerhaft löschen. Empfehlungen zu den immer stärker verbreiteten E-Mail-Bewerbungen können ADEXA-Mitglieder übrigens in Kürze im exklusiven Login-Bereich nachlesen.

Heikle Themen: Wie sag ich's meinem Chef?

Ein Thema, das in der gewerkschaftlichen Rechtsberatung derzeit leider häufig genannt wird, sind Stundenkürzungen. ADEXA-Rechtsanwältin Minou Hansen und Kommunikationstrainerin Martina Simon beleuchteten sowohl die arbeitsrechtlichen als auch die kommunikativen Dimensionen dieses Problems: „Was darf mein Chef? Welche Ansprüche habe ich und wie kann ich sie erfolgreich im Gespräch umsetzen?" Besonderes wichtig – und das gilt auch für die Gehaltsverhandlung und das Vorstellungsgespräch – ist die gründliche Vorbereitung und eine Vorwegnahme wahrscheinlicher Gegenargumente und der Interessenlagen des Apothekenleiters.

Wiedersehen und neue Kontakte

In der Mittagspause konnte man u. a. mit Vertreterinnen der vier Fachgruppen von ADEXA Kontakt aufnehmen (s. Kasten) und sich mit Kolleginnen und Kollegen aus dem ganzen Bundesgebiet austauschen. Ein besonderes Highlight war die Visagistin Julia Christiani, die Interessentinnen innerhalb kurzer Zeit für das Fotoshooting mit ADEXA-Fotoprofi Michael van den Heuvel vorbereitete. 

"Ich habe Rücken"

Anschließend ging es um neue Wege in der Therapie von Kreuzschmerzen. Prof. Dr. med. Annette Becker von der Philipps-Universität Marburg gab in ihrem Vortrag nicht nur leitliniengerechte Empfehlungen für die pharmazeutische Versorgung der Betroffenen, sondern zeigte auch auf, wie wichtig Mobilisierung und Aktivierung sind. Multimodale Behandlung und Rehabilitation lauten heute die Zauberworte. „Ich glaube, dass wir als Mediziner Ihre Expertise für die Patientenführung brauchen“, so die abschließende Bewertung von Becker, die damit eine gute Überleitung zum nachfolgenden Vortrag über das Kooperationsmodell von Arzt und Apotheker im Versorgungsstrukturgesetz lieferte.

Ziel sind nicht Einsparungen, sondern das Wohl des Patienten

Die Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe, Gabriele Overwiening, stellte mit viel Herzblut die Zukunftsvisionen einer sinnvollen Zusammenarbeit von Medizinern und Pharmazeuten vor – im Sinne des Patienten und nicht mit dem Fokus allein auf einer Kostenentlastung, wie es Politik und Kassen täten. "Mir wäre im Nachhinein lieber, man hätte keine konkrete Zahl für die Einsparung genannt", so Overwiening. Viel wichtiger sei es, die Anzahl unerwünschter Arzneimittelwirkungen zu reduzieren. 

Apothekenbetriebsordnung: Was kommt auf die Angestellten zu?

Im Anschluss gab es eine fast tagesaktuelle juristische Analyse der neuen Apothekenbetriebsordnung von Rechtsanwalt Lutz Tisch, dem ABDA-Geschäftsführer Recht, der zu Beginn auch den Einsatz von ADEXA bei der Überarbeitung des Referenten- und Regierungsentwurfs würdigte. Die Verabschiedung durch das Bundeskabinett gilt unter Experten als wahrscheinlich, der genaue Termin des Inkrafttretens steht allerdings noch nicht fest.  

Acht Fortbildungspunkte und viel Lob

Am Ende der Veranstaltung konnte sich ADEXA über die ausgesprochen gute Resonanz der Teilnehmer freuen, die 8 Fortbildungspunkte für ihr Fortbildungszertifikat bescheinigt bekamen; großen Anklang fand auch die Tatsache, dass die Präsentationen per USB-Stick mit nach Hause genommen werden konnten.

Dr. Sigrid Joachimsthaler

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