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12. Juli 2012

Die neue Ausbildungsordnung: Was der PKA-Nachwuchs im Beruf wirklich braucht

Die Novellierung der Ausbildungsordnung für PKA ist jetzt „in trockenen Tüchern“.  Unter aktiver Mitarbeit von ADEXA wurde sie – nach fast zwanzig Jahren Geltung – an die aktuellen und künftigen Aufgaben der Berufsgruppe angepasst und tritt am 1. August in Kraft. In Kürze werden die Ausbildungsordnung und der Rahmenlehrplan veröffentlicht.

„Wir sind sehr froh, dass die Änderungen nun auch in die Ausbildungspraxis einfließen; das kommt sowohl dem PKA-Nachwuchs als auch den Apotheken zugute“, so die Bewertung von ADEXAs Erster Vorsitzender Barbara Neusetzer und PKA-Fachgruppenleiterin Ulla Odendahl.

Odendahl, die auch in Bremen im Berufsbildungs- und im Prüfungsausschuss der Kammer engagiert ist, hat als Sachverständige bei diversen Treffen beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn Einfluss auf die Neuregelung gehabt.

Und das hat sich geändert

Kommunikation und Marketing, Beratung und Verkauf nehmen jetzt einen deutlich höheren Stellenwert ein. Der Pflanzenschutz fiel dagegen als Ausbildungsinhalt weg. Insgesamt wird mehr Wert auf handlungsorientiertes Arbeiten im Betrieb gelegt und in der Berufsfachschule wird nach Lernfeldern unterrichtet werden.

Im Novellierungsverfahren wurde alles, was die PKA nach drei Jahren können muss, in einer Zeugniserläuterung festgeschrieben. Dies wird als „Profil der beruflichen Handlungsfähigkeit“ bezeichnet und umfasst zum Beispiel:

  • die Anwendung apothekenspezifischer Informations- und Kommunikationssysteme,
  • das Ausüben von Tätigkeiten der kaufmännischen Steuerung und Kontrolle,
  • die Gestaltung und Pflege von Beziehungen zu Kunden und Geschäftspartnern,
  • das Planen, Durchführen und Auswerten von Marketingmaßnahmen,
  • die Führung von Beratungs- und Verkaufsgesprächen über apothekenübliche Waren und
  • die Durchführung apothekenspezifischer Dienstleistungen.

Dr. Sigrid Joachimsthaler

 

Weitere Informationen

Verordnung über die Berufsausbildung zum Pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten und zur Pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten von 3. Juli 2012, erschienen im Bundesgesetzblatt vom 12. Juli 2012. Mehr...

 

Bundesinstitut für Berufsbildung

Das BIBB ist seit mehr als 40 Jahren als Einrichtung des Bundes für die politischen, wissenschaftlichen und praxisbezogenen Dimensionen beruflicher Bildung tätig. Seine heutige Rechtsgrundlage ist das Berufsbildungsgesetz (BBiG) vom 23. März 2005, das die Aufgaben des Instituts beschreibt (s. u.). Mit seiner Forschung und Entwicklung sowie seinen Beratungsaktivitäten trägt das BIBB dazu bei, durch zukunftsfähige Qualifikationen die wirtschaftlichen und beruflichen Perspektiven der Menschen zu sichern und den Standort Deutschland wettbewerbsfähig zu halten.

Das BIBB wird als bundesunmittelbare Anstalt des öffentlichen Rechts aus Haushaltsmitteln des Bundes finanziert und untersteht der Rechtsaufsicht des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Seit 1999 hat es seinen Sitz in Bonn.

Das BIBB identifiziert Zukunftsaufgaben der Berufsbildung, fördert Innovationen in der nationalen wie internationalen Berufsbildung und entwickelt neue, praxisorientierte Lösungsvorschläge für die berufliche Aus- und Weiterbildung. Die duale Berufsausbildung und die betriebliche Weiterbildung sind eine maßgebliche Grundlage für die Qualifikationen von Fachkräften in Deutschland.

 

Berufbildungsgesetz
Teil 5
Bundesinstitut für Berufsbildung

§ 90
Aufgaben

[…]

(3) Das Bundesinstitut für Berufsbildung hat die sonstigen Aufgaben:

1.  nach Weisung des zuständigen Bundesministeriums

a) an der Vorbereitung von Ausbildungsordnungen und sonstigen Rechtsverordnungen, die nach diesem Gesetz oder nach dem zweiten Teil der Handwerksordnung zu erlassen sind, mitzuwirken, …

Quelle und weitere Infos:

www.bibb.de, www.gesetze-im-internet.de/bbig_2005/

 

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