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20. Oktober 2012

Elektronisches Verfahren ab 2013: Jetzt Lohnsteuer-Freibeträge neu beantragen!

Bis 2010 erhielten die Arbeitnehmer im Herbst ihre neuen Lohnsteuerkarten für das Folgejahr per Post zugesandt. Für die Jahre 2011 und 2012 galt eine Übergangsregelung. Zum 1. Januar 2013 soll nun die elektronische Lohnsteuerkarte an den Start gehen. Von diesem Zeitpunkt an greifen Arbeitgeber auf das neue Verfahren zu und können die „Elektronischen Lohn-Steuer-Abzugs-Merkmale (ELStAM)“ für ihre Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer feststellen. Freibeträge für 2013 müssen daher jetzt neu beantragt werden.

Bis vor zwei Jahren wies die Lohnsteuerkarte die für den Lohnsteuerabzug im jeweiligen Jahr relevanten Daten aus. Die Freibeträge mussten jährlich neu eingetragen werden. Für die Jahre 2011 und 2012 wurden mit Blick auf die geplante und zweimal verschobene Einführung des elektronischen Verfahrens keine Lohnsteuerkarten mehr ausgegeben. Deshalb galten in den letzten beiden Jahren ausnahmsweise die Freibeträge aus dem Jahr 2010 ohne Antrag im Folgejahr weiter. Ab Januar 2013 entfällt diese Regelung.

Anträge zur Berücksichtigung eines Freibetrags (z. B. für Fahrten zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte) müssen nun ab Oktober 2012 beim zuständigen Finanzamt gestellt werden. Lediglich Pauschbeträge für behinderte Menschen und Hinterbliebene, die bereits über das Jahr 2012 hinaus gewährt wurden, behalten ihre Gültigkeit.

Formulare für das Lohnsteuer-Ermäßigungsverfahren 2013 sind ab Oktober 2012 beim Finanzamt sowie im Internet unter www.formulare-bfinv.de erhältlich.

Frist versäumt? Das Geld geht nicht verloren

Erich Nöll, Geschäftsführer des Bundesverbandes der Lohnsteuerhilfeverein, erklärt dazu: „Arbeitnehmer brauchen keine Angst zu haben: Die eventuell vom Arbeitgeber zu viel einbehaltene Lohnsteuer geht ihnen nicht verloren.“ Versäumen Angestellte, rechtzeitig einen entsprechenden Lohnsteuer-Ermäßigungsantrag beim Finanzamt zu stellen, können sie dies auch im Laufe des Jahres 2013 für die verbleibenden Monate nachholen. Oder sie machen die Aufwendungen erst im Rahmen der Einkommensteuererklärung 2013 im Nachhinein geltend. Der Steuervorteil wirkt sich dann zeitverzögert als höhere Einkommensteuererstattung aus.

Quelle: Pressemeldung des BDL vom 26.9.2012

 

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