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08. Juni 2014

Elternzeit soll flexibler werden: „Elterngeld Plus“ stellt Mütter in Teilzeit besser

Am 5. Juni hat das Bundeskabinett einen Gesetzentwurf von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) beschlossen. Er soll zum 1. Juli 2015 in Kraft treten. Mütter und Väter, die in Teilzeit arbeiten, können das Elterngeld dann über einen längeren Zeitraum erhalten.

Wenn beide Elternteile nach der Geburt ihres Kindes in Teilzeit arbeiten, sollen sie künftig bis zu 28 Monate lang Elterngeld erhalten. Dafür bekommen sie maximal die Hälfte des regulären Elterngeldes ausgezahlt. Dieses beträgt monatlich 65 Prozent vom Nettoeinkommen.

Wenn nur die Mutter oder der Vater die Betreuung übernehmen, gibt es lediglich 24 Monate Elterngeld. „Wer sich Beruf und Kinderbetreuung partnerschaftlich teilt, wird länger gefördert“, so die Familienministerin zum viermonatigen Partnerschaftsbonus.

Mehr Flexibilität

Der Bezugszeitraum erhöht sich also im Normalfall von bisher zwölf auf jetzt 24 Monate. Sie können zwischen dem dritten und achten Geburtstag des Kindes genommen und in bis zu drei Abschnitte aufgeteilt werden. Laut Gesetzentwurf ist eine Zustimmung des Arbeitgebers nicht mehr notwendig. Allerdings erhöht sich der Vorlauf für die  Anmeldung beim Arbeitgeber von sieben auf 13 Wochen.

Der Gesetzentwurf muss jetzt im Bundestag diskutiert und verabschiedet werden.

Positiver Effekt für Mütter

Seit Einführung des Elterngeldes sind deutlich mehr Mütter berufstätig und erhalten häufiger unbefristete Verträge. Sie arbeiten im Durchschnitt länger und kehren öfter zu ihrem vorherigen Arbeitgeber zurück. Dies haben Wissenschaftler des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) herausgefunden.

Quellen: Reuters, dpa, Böckler Impuls 10/2014

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