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02. Mai 2013

Ergebnisse von Lohnspiegel.de: Tarifgebundene Beschäftige sind zufriedener

„Tarifverträge sorgen für deutlich bessere Arbeits- und Einkommensbedingungen”, fasst der Leiter des WSI-Tarifarchivs, Dr. Reinhard Bispinck, die Ergebnisse einer Online-Befragung von über 52.000 Arbeitnehmern unterschiedlicher Branchen unter www.lohnspiegel de zusammen. „Beschäftigte mit Tarifvertrag sind mit ihrer Arbeit und mit ihrer Bezahlung zufriedener als ihre Kolleginnen und Kollegen ohne Tarifvertrag.“

Tarifgebundene Arbeitnehmer verdienen im Durchschnitt etwa 660 Euro mehr als Beschäftigte, für die kein Tarifvertrag gilt. Auch bei den Sonderzahlungen gibt es deutliche Unterschiede: Weihnachtsgeld bekommen 72 der tariflich entlohnten Arbeitnehmer, aber nur 46 Prozent der Befragten ohne Tarif. Beim Urlaubsgeld beträgt das Verhältnis 62 Prozent zu 39 Prozent.

Eine Lohn- oder Gehaltserhöhung in den zwölf Monaten vor der Befragung haben 52 der tariflich Beschäftigten bekommen, ohne Tarif waren es 34 Prozent.

Ein Plus an Qualifizierung

Auch in puncto Fort- und Weiterbildung profitieren die Tarifgebundenen mit 56 Prozent, die in den zwölf Monaten vor der Befragung an einer entsprechenden Maßnahme teilnehmen konnten, stärker als Arbeitnehmer ohne Tarifgeltung (40 Prozent).

Bei der Zufriedenheit mit der Bezahlung gaben Tarifbeschäftigte auf einer Skala von 1 (= gar nicht zufrieden) bis 5 (= in jeder Hinsicht zufrieden) im Durchschnitt die Note 3,1 – ohne Tarifbindung wurde nur die 2,5 vergeben. Bei der Gesamtzufriedenheit mit der Arbeit fällt der Unterschied kleiner aus: 3,7 versus 3,5.

Von den mehr als 52.000 Befragten wurden rund 51 Prozent nach Tarif bezahlt.

Dr. Sigrid Joachimsthaler

Quelle: Pressemitteilung der Hans-Böckler-Stiftung vom 26.04.2013

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