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30. März 2012

Kommentar: Minijob – nichts für die Dauer

139,95 Euro – so niedrig ist der Rentenanspruch für diejenigen, die 45 Jahre lang einen 400-Euro-Job ausüben. Die Zahl macht überdeutlich, dass Minijobs keine Dauerlösung sein dürfen: auch und gerade nicht für Frauen! Denn das Zuverdienermodell in einer lebenslangen Partnerschaft ist heute weder realitätsnah noch volkswirtschaftlich sinnvoll.

Arbeitnehmerinnen müssen sich daher um eine eigene Altersvorsorge kümmern. Ein Baustein dazu ist die tarifliche Altersvorsorge, bei der tarifgebundenen Minijobbern als Arbeitgeberbeitrag ein Betrag von 10 Euro monatlich zusteht, wenn es sich um das einzige Arbeitsverhältnis handelt. Aber perspektivisch sollten geringfügige Beschäftigungsverhältnisse eben nur eine kurze Phase sein, zum Beispiel während des Studiums, am Beginn des Wiedereinstiegs nach der Babypause oder kurz vor der Rente.

Wer im Alter nicht von der staatlichen Unterstützung durch Grundsicherung oder Zuschussrente angewiesen sein will, sollte zumindest eine sozialversicherungspflichtige Teilzeitarbeit oder eine Vollzeitstelle anstreben. Und außerdem die Möglichkeiten der privaten und betrieblichen Altersvorsorge (Riester-Rente, Entgeltumwandlung u. a.) nutzen.

Barbara Neusetzer
ADEXA, Erste Vorsitzende

 

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