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31. Juli 2014

Kommentar zur Krankenversicherung: Zunehmende Tendenz der Entsolidarisierung

Im ersten Quartal 2014 machten wieder unvorstellbare Zahlen die Runde: Der Gesundheitsfonds war mit rund zwölf Milliarden Euro gut gefüllt, und die Krankenkassen selbst hatten Rücklagen in einer Größenordnung von 16 Milliarden Euro. Was liegt näher, als Beiträge zu kürzen?

Tatsache ist, dass Schwarz-Rot kein nachhaltiges Finanzierungskonzept für die gesetzliche Krankenversicherung entwickelt hat. Aufgrund demographischer Tendenzen werden alle Überschüsse schnell dahinschmelzen. Dann kommt für Arbeitnehmer das bittere Erwachen: Sie tragen alle Kostensteigerungen selbst – schließlich hat die Regierung die Arbeitgeberbeiträge festgeschrieben.

ADEXA kritisiert, dass sich die Regierungsparteien durch die Hintertür vom Prinzip der paritätischen Finanzierung verabschieden. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe setzt einzig und allein auf den Wettbewerb gesetzlicher Kassen. Letztlich tragen alle Versicherten die Last, sollte sein Konzept nicht aufgehen. 

Tanja Kratt
ADEXA – Die Apothekengewerkschaft
Zweite Vorsitzende

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