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11. Juni 2012

Stefanie Walkowiak im Portrait: „Solidarität ist gefragt“

In der Tarifkommission von ADEXA engagieren sich acht Gewerkschaftsmitglieder ehrenamtlich – darunter auch zwei PTA. Neben Dorit Vogt aus Schleswig-Holstein ist auch die Duisburger PTA Stefanie Walkowiak schon seit längerer Zeit dort aktiv und setzt sich für die tariflichen Interessen ihrer Berufsgruppe ein. Ein Porträt:

„Für mich ist es die wichtigste Aufgabe einer Gewerkschaft, für gute Arbeits­bedingungen und angemessene Gehälter zu sorgen – sprich Rahmentarifverträge und Gehaltstarifverträge abzuschließen“, sagt Stefanie Walkowiak. „Daran aktiv beteiligt zu sein ist eine sehr spannende Aufgabe.“ Sie selbst ist seit 1987 Gewerkschaftsmitglied und seit 2006 ehrenamtliches Mitglied der Tarifkommission.

Nordrhein: nicht im Flächentarif

Als Vertreterin der ADEXA-Landesgruppe Nordrhein hat Stefanie Walkowiak eine ganz spezielle Rolle. Denn die dortigen Arbeitgebervertreter (TGL-Nordrhein) haben sich Ende 1999 vom Arbeitgeberverband Deutscher Apotheken (ADA) getrennt – und deshalb sind seit Jahren separate Tarifverhandlungen für diesen großen Kammerbezirk  erforderlich. Eine Spaltung, die nicht nur ihr selbst, sondern der ADEXA-Tarifkommission insgesamt Sorge macht. Denn es hat unter anderem dazu geführt, dass der innovative Altersvorsorgetarifvertrag in Nordrhein nicht zeitgleich mit dem übrigen Bundesgebiet vereinbart werden konnte.

Auf die Frage nach ihren persönlichen Zielen fällt Stefanie Walkowiak die Antwort nicht schwer: „Ich möchte dafür sorgen, dass – trotz der ständig ansteigenden Arbeitsanforderungen an die Apothekenmitarbeitern – auch der Nachwuchs die Freude und das Interesse an den apothekenspezifischen Berufen nicht verliert.“

Wertschätzung nicht nur finanziell äußern

Von den Arbeitgebern wünscht sich Stefanie Walkowiak, dass sie den Leistungen ihrer Mitarbeiter mehr Wertschätzung entgegenbringen. Dies sollte auch, aber nicht nur in angemessener Bezahlung gezeigt werden. „Vielen Arbeitgebern fällt es nach wie vor schwer, ihre Mitarbeiter für sehr gute Leistungen einfach mal zu loben und Worte der Anerkennung zu finden. Es wird leider unterschätzt, welchen Wert das für Arbeitnehmer hat und wie es die Motivation fördert.“

Dabei sieht die Duisburgerin durchaus, dass auch die Apothekenleiter momentan viele Sorgen haben. „Aber die Mitarbeiter genauso. Das sollten die Arbeitgeber bedenken.“ Denn während die Apothekenleitung unternehmerische Spielräume nutzen kann, sind Angestellte auf ihr existenzsicherndes Einkommen angewiesen.

Aber auch die Kolleginnen und Kollegen in der Apotheke sind gefragt: „Von ihnen wünsche ich mir, dass das Wort Solidarität viel mehr ins Bewusstsein rückt. Gerade auch weil der Wind rauer weht im Arbeitsalltag, sollte allen klar sein: Langfristig kann man nur als Team und starke Gemeinschaft wirklich erfolgreich sein.“ Deshalb mag Stefanie Walkowiak das Motto der Musketiere: „Einer für alle, alle für einen“.

 

Zur Person

Stefanie Walkowiak hat 1981 ihre Lehre zur Apothekenhelferin begonnen und nach deren erfolgreicher Beendigung im Anschluss die PTA-Ausbildung abgeschlossen. Die ersten 30 Jahre ihres Lebens hat sie in Hamburg verbracht; dann hat sich ihr Lebensmittelpunkt nach Duisburg verlagert. Seit 2003 ist sie im ADEXA-Landesvorstand Nordrhein aktiv.

 

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