PTA: Pharmazeutisch-technische Assistent/innen

Der PTA-Beruf

PTA üben einen verantwortungsvollen Beruf im Gesundheitswesen aus: In öffentlichen Apotheken beraten sie in Arzneimittelfragen. Neben der Beratung der Patienten und Kunden zählen die Prüfung von Arzneimitteln und die Herstellung von Rezepturen im Apothekenlabor zu den wichtigsten Tätigkeiten. Nach dem Wortlaut des Gesetzes arbeiten PTA unter Aufsicht von Apothekern.

Ende 2017 waren 65.823 PTA laut ABDA-Statistik in öffentlichen Apotheken tätig. Der Frauenanteil lag bei 97,2 Prozent. 

Je nach Bundesland und Schule ist ein mehr oder minder hohes Schulgeld zu entrichten. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn plant, die Ausbildung kostenfrei zu ermöglichen. 

Lesetipp

Abonnenten der Deutschen Apotheker Zeitung finden in DAZ 11 vom 15.03.2018 einen sehr lesenswerten Beitrag von Apothekerin Reinhild Berger, der ehemaligen Chefredakteurin der PTAheute, zum 50-jährigen Jubiläum des PTA-Berufs: „Hoch soll sie leben! Die größte Berufsgruppe in der Apotheke feiert Geburtstag”


Reform der PTA-Ausbildung nötig

Die PTA-Berufsgruppe bei ADEXA fordert eine Verlängerung der PTA-Ausbildung von jetzt 2 ½ auf 3 Jahre. Dabei sollen die Inhalte an die veränderten Anforderungen der Praxis und künftige Aufgaben der Apotheken angepasst werden.

Außerdem soll mit dem Abschluss die Fachhochschulreife erreicht werden können. Ein weiteres Ziel ist die Angleichung der Ausbildung innerhalb von Deutschland.

Fort- und Weiterbildung

Die Pharmazie ist durch zahlreiche Forschungsaktivitäten von Hochschulen und Industrie ständig in Weiterentwicklung. Für PTA bedeutet dies, sich ein Berufsleben lang durch (zertifizierte) Fortbildung, Fachliteratur etc. weiterzuentwickeln.

Hervorzuheben sind außerdem Weiterbildungsmodule zur Fachkraft für Offizin-Pharmazie, Krankenhaus-Pharmazie, Industrie, Dermo-Pharmazie oder Ernährung.

Pharmaziestudium für PTA

Für das Pharmaziestudium an deutschen Hochschulen ist das Abitur als Zugangsvoraussetzung nötig. Die Vergabe wird bundesweit von der Stiftung für Hochschulzulassung (Hochschulstart) geregelt. Ein Teil der Studierenden wird nach der Zeugnisnote oder der Wartezeit ausgewählt. Ein weiterer Teil aller Plätze wird via Hochschulstart über hochschuleigene Zulassungsverfahren vergeben. Hier spielen Kriterien wie der PTA-Beruf auch eine Rolle, die Chancen können beim hochschuleigenen Verfahren besser sein. 

In diversen Bundesländern gelten Ausnahmen, so dass PTA auch ohne Abitur zugelassen werden, ggf. nach einer Prüfung (siehe www.wege-ins-studium.de).

PTA, die Pharmazie studieren, haben gerade in den ersten Semestern aufgrund ihres Vorwissens einen großen Startvorteil. Leistungen aus der PTA-Ausbildung werden jedoch – mit Ausnahme eines Praktikums – nicht angerechnet.

Die Berufsgruppe PTA bei ADEXA

Innerhalb von ADEXA werden die Interessen der PTA von der ADEXA-Berufsgruppe PTA vertreten. Für die aktive Mitarbeit in der Berufsgruppe ist keine Kandidatur/Bewerbung oder Wahl nötig! Interessierte Mitglieder können auch an den Treffen der Berufsgruppe teilnehmen.

Für weitere Auskünfte zur Berufsgruppe PTA bei ADEXA steht Ihnen Ingrid Heberle, Leiterin der Berufsgruppe PTA, gerne zur Verfügung.

Weiter zur Seite der PTA-Berufsgruppe


PTA in Europa

Einmal jährlich treffen sich europäische PTA-Gewerkschaften und Berufsverbände, die sich in der European Association of Pharmacy Technicians (EAPT) zusammengeschlossen haben, zu einem fachlichen und berufspolitischen Austausch. Für ADEXA und die Berufsgruppe PTA unterhält Jutta Brielich seit vielen Jahren diesen Kontakt.

Mehr Infos über EAPT


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