Tipps für die Arbeit im Ausland

Was Sie bedenken sollten

Sprachkenntnisse: Sie sollten in der Lage sein, sich mit Behörden, Kollegen und Patienten zu verständigen.

Kontakte vor Ort: Entweder durch Bekannte oder vorher hinfahren und die Lage sondieren, Aufenthaltserlaubnis beantragen.

Startkapital: Wichtig, damit Sie die erste Zeit auch ohne Einnahmen überbrücken können.

Ländertypische Umgangsformen: Sollte man kennen, um nicht gleich ins Fettnäpfchen zu treten.

Versicherungen: Erkundigen Sie sich vorher, wie es mit Ihrer Renten-, Kranken- und Haftpflichtversicherung steht.

Kontakte in der Heimat: Geben Sie sie nicht auf; vermutlich wollen Sie ja früher oder später wieder zurück nach Deutschland.


Hilfreiche Kontaktdaten und Links


Als deutsche PTA im Ausland arbeiten

Sie wollen sich beruflich verändern und möchten gern als PTA in einem anderen Land arbeiten?

Ob Ihr Abschluss im Ausland anerkannt wird, ist abhängig vom jeweiligen Land, den dortigen Bestimmungen und Ausbildungsbedingungen und nicht zuletzt, ob es den PTA-Beruf dort überhaupt gibt. In der Schweiz, in Italien, Österreich oder Griechenland arbeiten keine PTA; trotzdem finden deutsche KollegInnen dort gelegentlich eine Stelle. In anderen Ländern wie Großbritannien ist die PTA meist eine Verkäuferin in der umfangreichen Drogerieabteilung. Rezepturen werden in einigen Ländern gar nicht angefertigt oder aber zentral in sehr großen Mengen. Auch der Verantwortungsbereich variiert stark: So können PTA in Dänemark eine kleine Filialapotheke leiten, in anderen Ländern dagegen nicht selbständig arbeiten oder Rezepte beliefern.

Am besten versucht man bei einem Urlaub erste Kontakte zu knüpfen und dann für einige Tage in einer Apotheke zu hospitieren, bevor man die teilweise sehr umfangreiche und kostenintensive Anerkennung als PTA beantragt.  Meist werden dafür Sprachkenntnisse und Gesetzeskunde geprüft; in manchen Ländern muss man noch einmal kurz die PTA-Schule besuchen.

Jutta Brielich, ADEXA – PTA in Europa

Kontakt: j.brielich[at]adexa-online.de


Deutscher und Europäischer Qualifikationsrahmen

Der Deutsche Qualifikationsrahmen (DQR) ist ein Instrument zur Einordnung der Qualifikationen des deutschen Bildungssystems. Er soll die Orientierung im deutschen Bildungssystem erleichtern und zur Vergleichbarkeit deutscher Qualifikationen in Europa beitragen. Um transparent zu machen, welche Kompetenzen im deutschen Bildungssystem erworben werden, definiert er acht Niveaus, die den acht Niveaus des Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR) zugeordnet werden können. Der EQR wiederum dient als Instrument, um nationale Qualifikationen europaweit besser verständlich zu machen.

  • In Deutschland ausgebildete PKA und PTA besitzen das DQR-Niveau 4.
  • Pharmazeuten nach dem Staatsexamen haben das DQR-Niveau 7.

Weitere Informationen: www.dqr.de